Nach sechs Jahren hat der Yahoo-Chef Terry Semel das Ruder freiwillig wieder an den Mit-Gründer Jerry Yang
abgegeben. Er hatte das Internet-Unternehmen vor zwölf Jahren gemeinsam mit seinem Partner David Filo gegründet und zu einem der größten Unternehmen am neuen Markt aufgebaut. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase hatte der Suchmaschinenbetreiber als einer von wenigen die Krise vergleichsweise unbeschadet überstanden und sich zu einem der meistbesuchten Webportale entwickelt. Semel bleibt dennoch im Verwaltungsrat, nachdem er den Umsatz des Unternehmens nahezu um das neunfache auf 6,4 Milliarden US-Dollar gesteigert hat.
Semel war die vergangene Zeit in Verruf geraten, weil das Wachstum nicht mehr schnell genug hatte steigern können. Besonders durch die Konkurrenz aus dem Hause Google, das regelmäßig seine Gewinnerwartungen
übertrifft. So verfügt Google über den rund vierfachen Börsenwert von 160 Milliarden US-Dollar, während Yahoo lediglich 38 Milliarden US-Dollar auf die Waage bringt.
Bereits bei Dell hat der Gründer Michael Dell wieder das Ruder übernommen, um das sein Unternehmen wieder an die Weltspitze zu führen, nachdem man die PC-Hersteller-Führerschaft an Konkurrenten Hewlett-Packard abgeben musste. Man darf gespannt sein, was Yang nun in die Wege leiten wird.
[rl]