Der Mainboard-Hersteller Foxconn plant Gerüchten zufolge die Übernahme des taiwanischen Herstellers Inventec, um auf diesem Weg sein Notebook-Geschäft auszubauen. Die
Digitimes berichtet, habe Inventec in den vergangenen Monaten seinen Geschäftsbetrieb deutlich umstrukturiert und die Kernbereiche Notebooks, Server und Mobilelektronik klarer von einander abgetrennt. Nun erwarten Marktbeobachter, dass diese Schritte auch darauf abzielten, Foxconn einfacher den Notebook-Bereich zu überlassen.
Bisher war Foxconn hauptsächlich im Bereich Mainboards und Grafikkarten präsent und hat sich dort ein großes Standbein aufgebaut. Als einer der größten Hersteller für OEMs und Endkunden fehlt bisher allerdings jeglicher Anteil am Notebook-Geschäft. Besonders in Anbetracht der erwarteten Wachstumstrends in diesem Sektor wäre es für Foxconn also durchaus von Interesse, sich hier ein weiteres Standbein aufzubauen, zumal Konkurrenten wie ASUS, MSI oder Gigabyte hier bereits deutlich intensiver an Innovationen arbeiten.
Inventec selbst will nach letzten Angaben allerdings unabhängig bleiben. Das Unternehmen produziert hauptsächlich in China und ist wichtiger Computer-Hersteller für Branchengrößen wie Hewlett-Packard, Dell oder Toshiba.
[rl]