Man muss anscheinend nicht mit illegalen Daten-Händlern in Kontakt treten um persönliche Daten von Millionen Menschen zu erhalten, es reicht eine simple Versteigerung bei eBay und etwas Glück. So der jüngste Fall von Datenverlust in Großbritannien bei dem ein PC mit persönlichen Bankdaten von über einer Millionen Kunden für nur 44 Euro ersteigert wurde.
Der Anbieter war ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens
Graphic Data, welches für die
Royal Bank of Scotland,
American Express und
NatWest Kundendaten verwaltet. Bei den Daten handelte es sich um Kundendaten inklusive Kontonummern und Unterschriften. Der Mitarbeiter versäumte es, vor dem Verkauf die Festplatte zu löschen. Der Käufer meldete seinen Fund glücklicherweise umgehend den Behörden, die entsprechende Maßnahmen ergriff.
Der Vorfall wurde von einer
Sprecherin der
Royal Bank of Scotland bestätigt und bedauert. Zur Zeit wird auch geprüft, ob man gegen den Datenverlust vorgehen kann. Den betroffenen Kunden hilft dies natürlich wenig, denn nur durch die Ehrlichkeit des Käufers wurde ein weiterer Schaden verhindert. Eine Fehleranalyse und wirkliche Maßnahmen zur Sicherung wird es wohl wieder nicht geben. Besonders fraglich ist auch, wie ein Mitarbeiter die Möglichkeit bekommt einen dienstlichen Computer zu verkaufen ohne das vorher eine entsprechende Überprüfung der Daten stattgefunden hat, jedoch behauptet Graphic Data, dass der PC aus einem geschützten Bereich entwendet wurde. Dies erklärt dennoch nicht, wie der Computer überhaupt die Räume des Unternehmens verlassen konnte. Es ist eine weitere Panne im Bereich der Datenverluste, die auf Nachlässigkeit beruht.
[dk]