Heute
beginnt bei
Plastic Logic in Dresden offiziell die Produktion von hauchdünnen Plastik-Displays. Dabei handelt es sich im Silicon Saxony um den ersten Fabrik-Standort dieser Art, der die Bildschirm-Technik weltweit revolutionieren soll.
Nachdem das Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Kalifornien vor acht Jahren von britischen Forschern gegründet wurde, hat es die Entwicklung der neuartigen Fertigungstechnik wesentlich vorangetrieben und beschäftigt am sächsischen Standort derzeit knapp 100 Mitarbeiter. Im Gegensatz zur klassischen Halbleiterproduktion setzt man nicht auf Silizium sondern auf Kunststoff mit Strukturgrößen von 20 Mikrometern. Der Vorteil besteht im günstigeren "Druck-Verfahren" der Platinen und im deutlich flexibleren Material. Zum Einsatz kommt die Technik vor allem bei dünnen Displays in Form von E-Paper, das als biegsame Platik-Folie zum Beispiel Landkarten, Bücher oder Zeitschriften darstellen soll.
Damit könnte Plastic Logic auch direkten Einfluss auf den
Amazon Kindle oder
Sonys E-Book-Reader nehmen, die noch auf bisherige Display-Technologie setzen. Wenn die Unternehmen in den nächsten Produktgenerationen stärkeren Gebrauch von flexiblen Materialien machen, gelingt dem digitalen Buch vielleicht schon bald der endgültige Durchbruch.
[rl]