Der Computerhersteller Siemens arbeitet
Berichten zufolge am Verkauf seiner Computer-Sparte, die als Joint-Venture zwischen Fujitsu und Siemens als FSC geführt wird. So soll der japanische Konzern Fujitsu den Siemens-Anteil zunächst vollständig übernehmen, bevor er das Endkundengeschäft an den chinesischen Computerhersteller Lenovo weiterverkauft. Fujitsu selbst wolle lediglich den Geschäftskunden-Bereich behalten.
FSC war lange Zeit in Deutschland größter Computerhersteller und musste dieses Jahr die Führung an den taiwanischen Konkurrenten Acer abgeben, der
weltweit auf Platz 2 rangiert. Weiterhin erwartet man für das laufende Jahr eher sinkende Umsätze und sieht sich aus diesem Grund zur Neustrukturierung gezwungen, zumal das Joint-Venture planmäßig bis 2009 befristet ist.
Acer fährt seit einiger Zeit eine aggressive Geschäftspolitik, um in Europa weiter Fuß zu fassen. Neben großen Herstellern wie Dell und Hewlett Packard ist damit der Markt in Deutschland hart umkämpft. Lenovo versucht ebenfalls sein Standbein in Europa zu stärken, nachdem man die PC-Sparte von IBM übernommen hat.
Welche Strategie Siemens nach dem Ausstieg verfolgt, ist allerdings noch fraglich. Womöglich wählt man einen vergleichbaren Weg wie IBM, die sich vom PC-Verkäufer stärker als IT-Berater und Dienstleister positioniert haben, um Gesamtlösungen für die Kunden anzubieten.
[rl]