Schon im Juni
berichteten wir, dass eBay in Australien künftig nur noch das hauseigene Zahlungsmittel PayPal zu lassen wollte und die daraus resultierende Kritik, doch eBay lässt sich davon nicht beeindrucken und führt ab Oktober ähnliche Zahlungsmethoden in den USA ein.
Im wesentlichen sind ab Oktober Zahlungen per Überweisung oder Scheck nicht mehr gestattet und wer sich nicht daran hält muss mit Maßnahmen rechnen bis hin zur Löschung des Accounts. Grundsätzlich bleiben damit nur noch die Zahlungsmittel PayPal, Kreditkarte und das kostenpflichtige ProPay übrig, jedoch werden für Fahrzeuge, Immobilien, oder Geschäfts- und Industrieprodukte Ausnahmen gemacht. Für den durchschnittlichen eBayer bedeutet dies einen PayPal-Zwang, denn kaum ein Privatmensch wird ein Konto zur Abwicklung von Kreditkartenzahlungen haben und auch das kostenpflichtige ProPay dürfte für die wenigstens ein Anreiz haben, da es sich mit 35 US-Dollar Grundgebühr und weiteren Bearbeitungsgebühren für den Durchschnitts-Verkäufer recht teuer ist.
Die Umstellung wird von eBay mit mehr Sicherheit und Kundenzufriedenheit
begründet. So soll bei Zahlungen mit Überweisung oder Scheck die Wahrscheinlichkeit einer schlechten Erfahrung 80 Prozent höher sein als mit PayPal, wodurch das Risiko einer negativen Bewertung um etwa 50 Prozent erhöht ist. Einen Beleg für diese Zahlen gibt es allerdings nicht.
Fraglich ist auch, ob eBay damit in den USA durch kommen wird, denn wie auch in Australien wird sich die amerikanische Behörde dagegen stemmen. In Australien hatte eBay zumindest keinen Erfolg, nach einiger Zeit gab das Unternehmen dem Druck, der auch von den eBayern selber kam, nach und zog die Umstellung (freiwillig) zurück.
[dk]