Gerüchte erwarten den neuen AMD Opteron
Shanghai noch diesen Monat - erste Benchmarks finden sich aber schon jetzt auf den Seiten von spec.org und versprechen einen Performance-Zuwachs von bis zu 30 Prozent. Zum Einsatz kam der SPEC_Power-Benchmark, der neben der reinen Performance des Prozessors auch die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems berücksichtigt und daraus entsprechende Kennzahlen berechnet, die eine Aussage über die Leistung je Watt ermöglichen.
AMD hat hier Ergebnisse zum
Opteron 2380 mit 2,5 GHz und zum
Opteron 2384 mit 2,7 GHz bereit gestellt. Als Vergleich dient ein
Intel Xeon L5420 mit 2,5 GHz.
Die Ergebnisse mit 731 Punkten für den 2,5-GHz-Opteron und 860 Punkten für den 2,7-GHz-Opteron lassen vorerst aufhorchen. Intel kann mit seinem Low-Power-Xeon mit 561 Punkten praktisch nicht mithalten. Auch der geringfügig schneller getaktete Xeon L5430 dürfte an diesem Bild viel ändern.
Schwierig ist der Vergleich anderer Systeme aus dem Grund, dass in das Ergebnis auch der Energiebedarf anderer System-Komponenten mit in die Berechnung einfließen. Ein anderes Netzteil oder ein anderer Chipsatz können hier deutliche Veränderungen hervorrufen.
Nähere Erläuterungen zu den Benchmarks und der Auswahl der Hardware hat AMD dem
Inquirer übermittelt. So stellte man fest, dass man versucht hat, jeden Server mit weitestgehend gleicher Hardware zu betreiben (Speicherkapazität, Netzteil, Festplatte). Gleichzeitig stellte man heraus, dass man extra auf Low-Power-FBDIMM-Speicher für Intel gesetzt habe, um realistische Szenarios zu erreichen.
Man muss nun gespannt auf die Einführung der neuen Server-Prozessoren warten. AMD scheint zumindest nach langer Zeit wieder einmal ein starkes Pferd im Stall zu haben und brennt darauf, es der Öffentlichkeit auch zu beweisen. Unabhängige Tests werden diesen Umstand wohl in Bälde genauer unter die Lupe nehmen.
[rl]