Schon bald könnten auch günstige Desktop-Computer — genannt Nettops — von Acer zu finden sein, die nicht auf die Hardware des Platzhirsches Intel setzen. Der taiwanische Computerhersteller Acer plant laut
Digitimes weitere Produkte in der unteren Preiskategorie, die anstelle der teuren Intel-Atom-Plattform auf die günstigere Konkurrenz wie VIA oder AMD aufsetzen. Dadurch ließe sich der Preis solcher Systeme nochmals reduzieren und man könnte weitere Käuferschichten erreichen.
Bereits Anfang 2009 sollen entsprechende Geräte in den Handel kommen. Wahrscheinlich stattet das Unternehmen die Modelle optional mit unterschiedlicher Hardware aus und lässt dem Käufer die Wahl, ob er lieber ein Atom-System oder eine AMD-Plattform erwerben möchte. Ganz von Intel wolle man sich jedenfalls in diesem Segment nicht verabschieden.
Dass Acer deutlich Druck aussübt, liegt womöglich auch an den eigenen Vorgaben, im kommenden Jahr 12 bis 13 Millionen Netbooks der Marke Acer Aspire One verkaufen zu wollen. Um hier einem möglichen Engpass aus dem Weg zu gehen, stützt man sich natürlich nicht allzu sehr auf einen Lieferanten und schaut, ob sich links und rechts des Weges noch weitere Möglichkeiten finden.
Spannend bei diesen Zielvorgaben sind außerdem die Produktionskapazitäten. Um hier ausreichend Spiel zu haben, könnten sowohl Quanta, MSI als auch Wistron entsprechende Fertigungsaufträge erhalten. Eine endgültige Entscheidung wolle man allerdings erst im Dezember fällen.
[rl]