Der finanziell angeschlagene AMD Konzern konnte in den vergangenen Tagen praktisch nur mit positiven Dingen glänzen. Zurück eroberte
Marktanteile im Grafiksegment, die recht erfolgreiche Einführung der neuen
Quad-Core-Server-Prozessoren, der offenbar deutlich hervorragend laufende 45-nm-Fertigungsprozess und daraus resultierende
positive Zukunftsausblicke.
Dennoch startete die AMD-Aktie an der Börse heute mit bösen Überraschungen für den Konzern. Im Verlauf des Handels brach das Papier im Kurs um bis zu 9 Prozentpunkte ein und bewegte sich knapp über 2,30 US-Dollar. Zum Börsenschluss pendelte sich die Aktie wieder etwas höher ein, bei 2,53 US-Dollar und ging damit mit einem Verlust von 6,3 % aus dem heutigen Handel.
Da konnten offenbar all die positiven Dinge der vergangenen Tage keine ausreichenden Akzente setzen. Ursache für die drastischen Schwankungen war
Intels Umsatzwarnung am gestrigen Tag. Auf Grund der weltweiten Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Zurückhaltung der Kunden hatte Intel seine Prognosen für das letzte Quartal 2008 deutlich nach unten korrigiert.
Scherzhaft wird an der Börse behauptet, dass wenn Intel nießt, AMD eine Erkältung bekommt. Tatsächlich muss festgehalten werden, dass Intel hinsichtlich Lieferungen an fast alle Computer-Hersteller und seiner Kapitalkraft an der Börse als äußerst stabil betrachtet wird und damit die ausgesprochenen Warnungen offenbar sehr ernst genommen wurden, was letzten Endes zu allgemeinen Schwankungen bei den Technik-Papieren geführt hat. So gaben neben AMDs und Intels Papieren beispielsweise auch NVIDIA, HP oder gar Microsoft-Aktien nach.
Im Falle AMDs ist das Vertrauen in die Papiere allerdings stark getrübt, da der Hersteller in den letzten Quartalen anhaltend mit roten Zahlen aufwartete.
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