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 Yahoo-Chef Yang nimmt seinen Hut

Wirtschaft | 18.11.2008, 11:09
Seit dem Übernahme-Angebot von Microsoft zu beginn diesen Jahres geht es für Yahoo stetig bergab, denn die Aktie fällt und Jerry Yang, der derzeitige Chef und Mitbegründer von Yahoo, gerät immer mehr in die Kitik. Nun zieht Yang die Konsequenz und gibt seinen Posten als Vorstandsvorsitzender auf sobald er zusammen mit dem Vorstand einen Nachfolger gefunden hat.

Zu beginn diesen Jahres sah es für die Aktionäre noch sehr gut aus als Microsoft mit einem Übernahme-Angebot in Höhe von über 40 Millionn US-Dollar auf Yahoo zutrat und damit für einen Sprung an der Börse sorgte. Doch der Vorstand und allen voran Jerry Yang wehrte sich kräftig und der Kurs der Aktie fiel wieder. Dabei war das Angebot eigentlich recht fair, immerhin wollte Microsoft knapp 33 US-Dollar pro Aktie bezahlen, was selbst beim absoluten Jahreshöchststand noch knapp 3 US-Dollar über Wert gewesen wäre. Der Plan war es, so gemeinsam dem mächtigen Konkurrenten Google bei der Online-Suche und -Werbung entgegen zu treten.

Die Haltung Yangs brachte ihm heftige Kritik der Aktionäre ein, besonders Großinvestor Paul Icahn sprach sich immer wieder für eine Neuwahl des Vorstands aus und betonte die Vorteile eine Übernahme durch Microsoft. Bei Yahoo versuchte man zu retten, was noch zu retten war und verkündete eine Kooperation mit Google im Bereich der Online-Werbung. Doch diese Kooperation stieß in der Wrtschaft und bei den Behörden auf Kritik und wurde letztlich endgültig auf Eis gelegt. Die Folge war ein weiterer Einbruch der Aktie. Gestern schloss die Aktie an der Wallstreet mit 10,63 US-Dollar.

Die Verkündung des Rücktritt von Jerry Yang heizt natürlich de Gerüchte um einen erneuten Versuch der Übernahme durch Microsoft an. Zwar hatte Balmmer erst kürztlich eine Übernahme grundsätzlich verneint, dennoch scheint diese Option, gerade für Yahoo, nachdem scheitern der Zusammenarbeit mit Google wieder in den Mittelpunkt geraten zu sein. Zudem wäre dies auch ganz im Sinne von Paul Icahn, der als Großinvestor schon so manches Unternehmen in die Hände eines größeren Unternehmens getrieben hat.

[dk]




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