Für die neuen Phenom-II-Prozessoren rührt AMD kräftig in der Marketing-Trommel und bewies nun auch in Texas offiziell, was man zu Leisten im Stande ist. Im neuen Jahr soll die zweite Phenom-Generation auf Basis der 45-nm-Fertigung endlich in den Handel kommen — wichtigstes Ziel: endlich wieder zur Konkurrenz aufschließen und sich die Pole-Position mit bester Performance sichern. Dazu demonstrierte AMD die "Dragon"-Plattform, die sich
Berichten zufolge ohne zusätzlichen Aufwand mit bis zu 4 GHz betreiben ließ. Mit zusätzlichem Aufwand wie Extem-Kühlungen seien auch 5 bis 6 GHz im Rahmen des Machbaren.
Details zum
Deneb oder auch AMD Phenom II X4 wurden in den letzten Wochen bereits hinreichend
dokumentiert. Hier sei lediglich noch einmal herausgestellt, dass der AMD Phenom II X4 für den Sockel AM3 auch abwärtskompatibel zum AM2+ ist. Dort kann die CPU allerdings nur mit DDR2-Speicher arbeiten und müsste entsprechend langsamer sein als auf AM3-Systemen mit DDR3-Speicher.
Spannender sind die neuen Details zur "Dragon"-Plattform, die als wichtiges Fundament für die neuen Prozessoren dient. Sie umfasst nach der Erklärung von AMD erstmals ein ganzheitliches Konzept, das eine vollständige Lösung zum Aufbau eines stabilen Computersystems bietet. Dabei wolle man sich allerdings hauptsächlich auf Enthusiasten konzentrieren, die in den Genuss der hohen Performance der Quad-Core-Prozessoren kommen wollen. Energiespar-Techniken wie Cool'n'Quiet 3.0 versprechen gleichzeitig einen bescheidenen Strombedarf, während zusätzliche Overclocking-Features dem Anwender auch die notwendigen Mittel an die Hand geben, um die maximale Performance aus seinem System herauszukitzeln.
Mit ATI-Stream soll die Rechenlast der Anwendungen in Zukunft außerdem mit Unterstützung der Software-Industrie optimal zwischen Prozessor und AMD-Grafik aufgeteilt werden. Dazu will das Unternehmen im Dezember einen entsprechenden Catalyst-Treiber herausgeben, der entsprechende Funktionen für die aktuellen Grafikgenerationen implementiert.
Die aktuellen Botschaften lassen in jedem Fall die Hoffnung aufkommen, dass AMD mit dem Phenom II ein guter Wurf gelungen ist. So heißt es nun auf den 8. Januar zu warten, wenn AMD die neuen Desktop-Prozessoren endlich freigibt und zu schauen, wie sich Intel und AMD im neuen Jahr schlagen.
[rl]