Mit dem
Rücktritt von Yahoo-Chef Jerry Yang und dem scheitern des Werbeabkommens zwischen Google und Yahoo wird nun das dritte Kapitel der
Verhandlungen zwischen Microsoft und Yahoo geschrieben. Diesmal sollen die Verhandlungen jedoch nicht die vollständige Übernahme betreffen, sondern sich lediglich auf den Kauf der Yahoo-Suchmaschine beziehen.
Dies berichtet die
englische Times in ihrer Sonntagsausgabe und will dabei sogar erfahren haben, dass bereits die wesentlichen Punkte der Übernahme abgesprochen sind, jedoch bisher noch nicht endgültig feststeht, ob die Übernahme wirklich eintritt. So soll Microsoft rund 20 Milliarden US-Dollar für das Suchmaschinen-Segment bezahlen und sich damit die zweit größte Suchmaschine aneignen.
Für die Aktionäre von Yahoo wäre dies natürlich ein enttäuschendes Ergebnis,
bot man ihnen doch mal 33 US-Dollar pro Aktie an, was sogar damals über dem Wert der Aktie lag. Doch das war am Anfang dieses Jahres und mittlerweile ist die Aktie nicht einmal mehr die Hälfte wert und liegt Aktuell bei etwa
11 US-Dollar.
Dem aktuellen Kurs der Yahoo-Aktien entsprechend ergibt sich für das Unternehmen eine derzeitige Marktkapitalisierung von etwa 15 Milliarden US-Dollar, weshalb berichtigte Zweifel an einer möglichen Übernahme der Yahoo-Suchmaschine für 20 Milliarden US-Dollar aufkommen. So könnte Microsoft durch eine feindliche Übernahme vielleicht noch Geld sparen und dabei das gesamte Unternehmen kaufen. Zudem ist zur Zeit noch nichts bestätigt, weder Yahoo noch Microsoft haben bisher offizielle Stellungnahmen abgegeben.
[dk]