Akku-Rückrufaktionen scheinen inzwischen zum Alltag zu gehören. Und während man in der Hardwareszene dann in den letzten 12 Monaten hauptsächlich über betroffene Notebook-Akkus lesen durfte, traf es nun kürzlich die Handy-Größe Nokia. Rund 46 Millionen Akkus sind von einer
Rückrufaktion des Herstellers betroffen. Doch der Hersteller fertigt diese Akkus nicht selbst. Matsushita Electric Industrial Co., den meisten Anwendern besser unter deren Markennamen Panasonic bekannt, ist der Auftragsfertiger der betroffenen Handy-Akkus.
Und während man bei Rückrufaktionen von Notebook-Akkus durchaus einmal die eine oder andere Schuldzuweisung oder den Versuch, sich aus Verpflichtungen herauszuwinden, vermuten durfte, hat Matsushita hier nun offenbar volle Kostenzusage für Nokias Schaden
zugesagt. Dabei sind die zu erwartenden Kosten nicht gerade gering. Man geht derzeit von geschätzten Beträgen zwischen 86 und 172 Millionen US-Dollar aus. Darin berücksichtigt seinen, laut dem Hersteller, bereits Kosten, welche Nokia durch Logistik beim Umtausch entstehen.
Betroffen sind die Nokia-Akkus mit der Bezeichnung BL-5C - jedoch nur zum Teil. Nicht alle Akkus, welche diesen Namen tragen, unterliegen der Überhitzungsproblematik. Von insgesamt 300 Millionen gefertigten Stück seien 46 Millionen bei Matsushita hergestellt worden. Eben letztere gilt es zu filtrieren. Die Anwender müssen sich hier der Nokia
Support-Seite bedienen um herauszufinden, ob ihr Akku ebenfalls betroffen ist.
[pg]