Der südkoreanische Speicherchipexperte Samsung will im kommenden Jahr die Anzahl der ausgelieferten DRAM-Speicherchips um
100 Prozent steigern. Auch die Stückzahlen für Flash-Speicherchips sollen um 130 Prozent zulegen. Das Unternehmen rechne für die kommenden Monate mit einer massiven Erholung des Marktes und deutlichen Zuwächsen in den Sparten für Mobiltelefone und Displays. Damit kehren sich die Prognosen nahezu ins Gegenteil, nachdem Samsung in den vergangenen Monaten erheblich unter den sinkenden Preisen für DRAM und Flash zu leiden hatte.
Erst im Juni hatte Samsung die Auslieferung von DRAM-Chips an seine Kunden ausgesetzt, weil die Preise
extrem unter Druck geraten waren und teilweise kaum die Herstellungskosten deckten. Auf diesem Weg sollten die Preise künstlich stabilisiert werden, nachdem sich andere Hersteller bereits vielfach in die Produktion von Flash-Speicher geflüchtet hatten. Seit Mitte des Jahres dürften die DRAM-Preise allerdings ihren Tiefpunkt erreicht haben und nun schrittweise wieder auf ein gesundes Niveau steigen.
Bis 2010 erwarten Marktbeobachter nun stabilere Preise auch aufgrund der Umstellung auf kleinere Fertigungsgrößen.
[rl]